AWO Herford nimmt Kurs auf den Landtag NRW

von Gaby Arndt

c/o Gaby Arndt

Herford. Die Mitglieder der AWO Herford machten sich am frühen Morgen auf den Weg in die Landeshauptstadt Düsseldorf, um dort den Landtagsabgeordneten Christian Dahm zu treffen.

Zunächst starteten die Besucher mit einer Fahrt durch die Stadt bis rüber auf die andere Rheinseite in die Ortsteile Nieder- und Oberkassel. Der Stadtführer berichtete von der blutigen Schlacht in 1288, in der die Düsseldorfer Bürger gegen den Kölner Erzbischof und für Adolf von Berg wegen Erbstreitigkeiten in die Schlacht zogen. Nach dem Sieg verlieh der Adlige von Berg aus strategischen Gründen den Düsseldorfern die Stadtrechte. Von nun an konnten die Bürger Düsseldorfs Zölle und Steuern erheben und Märkte abhalten. Die Stadt wuchs vom Dorf zur Stadt.

Aus der Stadt zurück an den Rhein zum Landtag Nordrhein-Westfalen begaben sich die AWO-Mitglieder direkt in die Bürgerhalle des Landesparlaments. Von dort ging es auf die Tribüne des Plenarsaals, um dort als Zuhörer an einer Debatte teilzunehmen. Anschließend trafen die Gäste aus Herford in einem Sitzungssaal den Abgeordneten Dahm, der sich zwischen zwei Sitzungen Zeit nahm seine Besucher zu begrüßen und mit ihnen zu diskutieren.

Christian Dahm berichtete über seine Arbeit im Landtag und die eng getakteten Sitzungen an Plenartagen.

Den Besuchern aus Herford brannten die Baustellen in der Stadt Herford ganz besonders auf der Seele. „Die Hansabrücke, die Sanierung der Innenstadt am Lübbertor und am ehemaligen Kaufhofgebäude und ganz schwierig die Salzufler Straße, die zum Teil vollgesperrt ist, man hat das Gefühl, ganz Herford ist eine Baustelle. Die Anwohner und die Geschäftsleute an der Salzufler Straße leiden enorm durch die Schließung.“, gab ein AWO-Mitglied zu bedenken. Dahm bekundete Verständnis, sagte aber, „ dass die Investitionen in die Infrastruktur notwendig seien. Viele Baumaßnahmen in Herford werden mit Landesmitteln gefördert, beispielsweise die Sanierung der Innenstadt, die Straßen u.a. auch die Engerstraße, die ja nun wieder befahrbar ist. Wenn diese Baumaßnahmen beendet sind, dann gewinnt die Stadt auch wieder an Attraktivität.“

In diesem Zusammenhang stellte er den Angereisten ein weiteres Investitionsprojekt vor, „Gute Schule 2020“, von dem auch der Kreis Herford erheblich profitieren werde. „Wir investieren jetzt für morgen, mit diesem neuen Programm geben wir einen deutlichen Anschub für die kommunalen Investitionen. Davon profitieren nicht nur die Schulen sondern auch die regionale Wirtschaft. In den Kreis fließen für Renovierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen an und in Schulgebäuden insgesamt 25 Millionen Euro; 5,5 Mill. davon gehen in den kommenden vier Jahren an die Stadt Herford. Die Städte und Gemeinden müssen dafür keinerlei Mittel aufnehmen. Wie ich finde, eine gute landespolitische und weitsichtige Entscheidung für unsere Kommunen, die eigentlich für die Schulgebäude zuständig sind.“

Nach so viel Input ging es endlich Outdoor, an die frische Luft. Die Stadt Düsseldorf lud zum Shoppen und Schlendern ein. In kleinen Gruppen erkundete jeder nach Wunsch die Rheinuferpromenade, die Altstadt oder die „Kö“.

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