AWO-Sundern besucht den Landtag

von Katharina Brand-Parteck

Christian Dahm steht Rede und Antwort

Bei herrlichem Spätsommerwetter empfing der SPD-Landtagsabgeordnete Christian Dahm die Seniorengruppe der AWO-Sundern im Landtag Nordrhein-Westfalen. Neben der Teilnahme an einer Plenarsitzung stand unter anderem eine Fragestunde mit Dahm zu Themen auf dem Programm, die den Besuchern besonders am Herzen lagen.

Bevor es allerdings in den Landtag ging, stand für die Gruppe zunächst eine Stadtrundfahrt durch die Landeshauptstadt auf dem Programm. Über die Rheinkniebrücke auf die Heinrich-Heine-Allee rüber in den japanischen Teil Düsseldorfs ging es zurück in die Altstadt und abschließend in den Medienhafen.

Danach wurden die Teilnehmer vom Besucherdienst des Landtags empfangen und erhielten eine Einführung rund um den Aufbau und die Funktion des Landesparlaments in Nordrhein-Westfalen. Mit dem gläsernen Aufzug fuhren danach die AWO-Mitglieder auf die Tribüne des Plenarsaals, um die erworbenen Erkenntnisse aus nächster Nähe zu beobachten. Bei der einstündigen Teilnahme an einer Plenarsitzung erhielten die Gäste Einblicke in die Debatte um den Landeshaushalt und erlebten Diskussionen, in der es beispielsweise um eine bessere digitale Vernetzung von Nordrhein-Westfalen ging.

Mit großem Interesse lauschten die Teilnehmer im Anschluss bei einer persönlichen Fragestunde den Antworten Christian Dahms auf Fragen zu Themen, wie der Ärzteversorgung im Kreis und der Flüchtlingssituation. „Wir hoffen durch die neue Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, dass einige der hier ausgebildeten Ärzte uns in der Region erhalten bleiben werden“, so Dahm. Auch zur Flüchtlingssituation bezog der Abgeordnete Stellung und erklärte, dass vom Bund mehr kommen müsse als nur ein „Wir schaffen das“. Konkret bezog er sich hierbei auf weitere Zuschüsse, die dem Land NRW, gewährt werden sollten. Derzeit beteiligt sich der Bund nur an 30 % der gesamten Kosten.“

Außerdem beschäftigte die Verkehrssituation vor der eigenen Haustür die Runde. Auf die Frage nach dem Ausbau der B239 erläuterte Dahm, dass man zunächst auf die Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans warten müsse. Grundsätzlich lobte er aber, dass Bevölkerung und örtliche Abgeordnete hinter dem Vorhaben stehen. „Grundsätzlich muss aber mehr Geld in Infrastrukturmaßnahmen fließen“, erklärte er und nannte dabei besonders die Straßenerhaltung als Priorität.

Auf Grund seiner bevorstehenden Rede in seiner Funktion als kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, musste sich Dahm schneller wieder ins Plenum verabschieden, als es ursprünglich geplant war. Im fliegenden Wechsel übernahm seine Kollegin Angela Lück die Gruppe und nahm das Gespräch sogleich wieder auf. Margarita Schäffer forderte sie und die anderen SPD-Kollegen auf, mit breiter Brust voranzugehen und auch mal mit stolz auf die geleistete Arbeit zu verweisen. „Teilt es den Bürgerinnen und Bürgern mit, was ihr geschafft habt“, riet Schäffer. „Ihr seid nicht nur in der Lage neue Gesetze zu schaffen, ihr hinterfragt auch noch, wie kommen die Menschen damit zurecht. Und wie zum Beispiel beim Kinderbildungsgesetz, werden im zweiten Zug nun Fehler und neue Herausforderungen aufgenommen und überarbeitet. Ihr hinterfragt, was läuft gut und was muss verändert werden. Das darf man auch den Bürgerinnen und Bürgern mitteilen!“

Nach dieser lebhaften Debatte war es ein besonderes Vergnügen bei Kaffee und Kuchen im Landtagsrestaurant, den Blick auf den Rhein und das schöne Wetter zu genießen. Zur Überraschung aller nahm auch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gegenüber Platz um sich nach der Haushaltsdebatte zu stärken.

»Wir sind alle begeistert, das war ein tolles Erlebnis«, freuten sich die Besucher einstimmig. Bei sommerlichen Temperaturen und kühlen Getränken verbrachte die Seniorengruppe noch einige Stunden am Rhein und in der Düsseldorfer Altstadt.

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