DEMENTIA Enger und der SV 06 Oetinghausen erleben Debatte im Landtag NRW

von Gaby Arndt

c/o Gaby Arndt

Enger/Hiddenhausen. Früher Morgen in Hiddenhausen-Oetinghausen, die Mitglieder des Sportvereins SV 06 Oetinghausen machen sich auf den Weg nach Enger, um dort den Verein DEMENTIA in den Bus einzuladen. Der Weg ist noch weit, denn er führt sie in die Landeshauptstadt nach Düsseldorf, um dort den SPD Landtagsabgeordneten Christian Dahm im Landesparlament zu besuchen.

Die Wetteraussichten waren eher trübe im Gegensatz zu der Stimmung im Bus. Denn in Düsseldorf angekommen, gab es rheinisches Allerlei mit der Stadtführung. Auf den Pfaden der Entstehung des kleinen Dorfes an der Düssel bis zu der heutigen Metropole und einer der größten Bankenstädte Deutschlands gab es viele Geschichten und Ereignisse, die die Besucher bei der Fahrt durch die Stadt bestaunen durften.

So landeten sie letztendlich pünktlich im Landtag Nordrhein-Westfalen und begaben sich nach einer kleinen Information direkt auf die Besuchertribüne des Plenarsaals.

Im Anschluss begrüßte Christian Dahm die Teilnehmer in einem der Sitzungssäle. Eines der ersten Themen war natürlich der Wahlausgang in Amerika. „Das ist sicherlich nicht das Ergebnis, war wir uns alle gewünscht haben. Aber das zeigt uns auch, dass man mit purem Populismus heutzutage Wahlen gewinnen kann. Diese Art der Auseinandersetzungen kennen wir aktuell auch von der AfD.“, erklärte Dahm. Er warnte in diesem Zusammenhang vor übertriebener Angstmache. „Wir werden uns zum Beispiel im Bereich der Terror- und Cyberfahndung sowie der digitalen nachrichtendienstlichen Aufklärung personell verstärken. NRW-Polizei und Verfassungsschutz bekommen hier 175 zusätzliche Stellen.“, betonte der Abgeordnete.

Erfreut zeigte sich Christian Dahm über das Programm „Gute Schule2020“. Er berichtete, dass die NRW.BANK den nordrhein-westfälischen Kommunen in den Jahren 2017 bis 2020 zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellt, um ihre Schulen zu sanieren, zu modernisieren und den Ausbau der baulichen und digitalen Schulinfrastruktur voranzutreiben. Von den zwei Milliarden Euro für das gesamte Land gehen in den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen bis 2020 ca. 29 Millionen Euro aus diesem Programm. „Und das Beste daran ist, die Rückzahlung der Kredite übernimmt das Land NRW. Die Kommunen brauchen keinen € dafür bezahlen“, informierte Dahm.

„Wie sieht es mit der Sportpauschale aus?“, erkundigte sich ein Mitglied des SV 06 Oetinghausen. „Die Sportpauschale bleibt erhalten. Unsere Städte können damit planen und sie für die Sportförderung einsetzen.“, so Dahm.

So kamen unter anderen noch die Lange Straße in Spenge, die Lehrerbesoldung und Abschiebe­modalitäten zur Sprache. Leider war eine Stunde Diskussion dann plötzlich vorbei und der Kuchen im Landtagsrestaurant erfreute sich großer Beliebtheit.

Nach dreieinhalb Stunden Parlamentsluft konnten die Gäste die kühle Luft am Rhein genießen. Der große Renner war an diesem Tag der Besuch einer der ältesten Brauhäuser in der Altstadt, der Uerige. Uerige, eine alte Überlieferung, bedeutet der schlecht gelaunte, in diesem Fall der ehemalige Wirt. Umso besser gelaunt waren die Engeraner und Oetinghauser, als sie gegen Abend wieder im Bus nach Hause saßen.

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