Den ÖPNV in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke attraktiver gestalten

von Charlotte Bents

Lück und Dahm (SPD): Barrierefreiheit ist wichtiger Bestandteil

Kreis Herford: Nicht weniger, als die zukünftige Finanzierung und Gestaltung des ÖPNV in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke stand im Mittelpunkt des Besuchs von Angela Lück und Christian Dahm, den beiden SPD-Landtagsabgeordneten für den Kreis Herford, in der Geschäftsstelle der Minden-Herforder-Verkehrsgesellschaft (mhv).

Zum Meinungsaustausch eingeladen hatten Geschäftsführer Achim Overath und Kay Busche, welcher für die Verkehrsplanung zuständig ist. Die mhv ist für die Kreise Herford und Minden-Lübbecke mit ihren Kommunen der Aufgabenträger zur Finanzierung und Organisation des ÖPNV. Ihr Sitz liegt mitten im Kurpark der Stadt Bad Oeynhausen.

In den nächsten Monaten soll das Gesetz für den ÖPNV in Nordrhein-Westfalen geändert werden. „Die Kommunen sollen dann erstmals mit einem Sonderprogramm für barrierefreie Bus- und Bahnhaltestellen gestützt werden, um die Mammutaufgabe eines für alle zugänglichen komfortablen ÖPNV besser stemmen zu können“, erklärten Dahm und Lück.

Zudem sollen die Gesamtmittel um 20 Mio. Euro aufgestockt werden. „Dies ist eine erfreuliche Entwicklung“, so Geschäftsführer Achim Overath. Gleichzeitig gibt er die Anregung, die Mittel flexibel verwenden zu können. Overath: „Beispielsweise ist zu überlegen, statt der alleinigen Förderung von neuen barrierefreien Bussen, auch barrierefreie Haltestellen zu ermöglichen“. Dies käme auch den Kommunen entgegen.

Einig waren sich Abgeordnete und Fachleute, dass sich der ÖPNV gerade in Flächenkreisen zukünftig neu orientieren müsse. So könne die Einführung eines Verbundtickets für größere Nutzungsräume mit zusätzlichen Angeboten wie Car-Sharing, Mitfahrbörsen oder e-bike-Verleih Lösungen zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV darstellen. Dies funktioniere jedoch nur mit Unterstützung der Kreise, der Kommunen und des Landes.

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