Der Generationswechsel wird eingeleitet

von Katharina Brand-Parteck

Angela Lück und Christian Dahm besuchen die neue AWO-Geschäftsführerin Kucknat

Christian Dahm (links) und Angela Lück zu Gast bei der neuen AWO-Kreisgeschäftsführerin Gisela Kucknat (mitte) in Enger.

Aus dem Bildungsbereich zur Kreisgeschäftsführung. Gisela Kucknat ist die neue Chefin bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Herford. Eigentlich komme sie als gelernte Buchhändlerin und Lehrerin für Sozialwissenschaften und Kunst gar nicht aus dem „System“, aber nun sei sie auch schon 26 Jahre bei der Arbeiterwohlfahrt dabei. Arbeitsschwerpunkt sei die Familien- und Weiterbildung gewesen, welche Kucknat auch als ihr „Steckenpferd“ bezeichnet. Jetzt ist sie sogar Kreisgeschäftsführerin und damit Nachfolgerin von Günter Busse, der über 36 Jahre lang der Mann an der Spitze war und nun seinen wohlverdienten Ruhestand genießt. Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm besuchten Kucknat in ihrem neuen Büro in Enger, quasi als Antrittsbesuch an neuer Wirkungsstätte. So erfuhren die Abgeordneten, dass Kucknat es als Aufgabe sieht, den Generationswechsel bei der AWO zu begleiten. Natürlich auch mit Unterstützung des erfahrenen Günter Busse, der noch regelmäßig zum Einarbeiten vorbei kommt. „Ich genieße die Zusammenarbeit und den Austausch mit ihm sehr – manchmal kommen eben Fragen auf, wie das eine oder andere gemacht wird“, so Kucknat mit einem Schmunzeln. Die neue Arbeit sei auf jeden Fall eine tolle Herausforderung und spannend zugleich.

Die Abgeordneten erfuhren von der neuen Kreisgeschäftsführerin von diversen Projekten, die angepackt werden sollen. Wie in vielen anderen Vereinen und Institutionen sei auch der Nachwuchsmangel ein Thema, genauso die tolle Arbeit von Ehrenamtlichen. Aber auch hier gebe es leider in der heutigen Zeit immer weniger Menschen, die sich längerfristig ehrenamtlich engagieren.

Christian Dahm bestätigte: „Das Ehrenamt gehört zur AWO einfach dazu. Ohne das, würden viele Teile der AWO nicht funktionieren.“ Angela Lück ergänzt: „Wir werden das Ehrenamt weiter fördern, weil es so ein wichtiges Element in unserer Gesellschaft ist.“

Auch der digitale Wandel macht vor der AWO nicht Halt. Kucknat wolle sich diesem Thema nicht verschließen und kündigte an, einige Änderungen vor allem auf der Internetseite anzugehen.

Dahm und Lück konnten zu guter Letzt auch noch ihre Hilfe für eine Hort-Einrichtung in Herford anbieten. Für Umzug und Neueinrichtung des Hortes fehle noch Geld, damit diese an der Start gehen kann. Hier insbesondere für eine dringend benötige Küche und für Möbel.

Die beiden Abgeordneten gaben Kucknat Tipps für Fördergelder und boten gleichzeitig ihre Hilfe an.

Zurück