Ende nächster Woche rollt der Verkehr

von Gaby Arndt

B611: Politiker begrüßen Niederlassungsleiter von Straßen NRW auf der Baustelle

c/o Karsten Dogar

Von Jürgen Gebhard

Löhne/Vlotho (LZ). Die Detmolder Straße zwischen Exter und Lohe wird am Freitag der nächsten Woche für den Verkehr freigegeben. Diesen Termin hat Andreas Meyer, Leiter der Straßen-NRW-Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, bei einem Ortstermin auf der Großbaustelle in Exter bekannt gegeben.

Die heimischen SPD-Abgeordneten Stefan Schwartze (MdB), Angela Lück (MdL) und Christian Dahm (MdL) hatten zu der Baustellenbesichtigung eingeladen. »Herzlich willkommen bei mir zuhause«, begrüßte der Exteraner Christian Dahm die Teilnehmer. Die Freigabe des ersten Bauabschnittes vier Monate vor dem ursprünglich geplanten Termin bringe eine große Erleichterung für das unter dem Umleitungsverkehr leidende Dorf, sagte Dahm. Er erinnerte daran, dass dieses Straßenbauprojekt bereits im Jahr 2002 mit dem damaligen Minister Ernst Schwanold im »Bonneberger Hof« erörtert worden sei. Stefan Schwartze ergänzte: »Mich hat das Projekt während meiner gesamten Zeit im Kreistag und danach im Bundestag beschäftigt.«

Die B611 zwischen Exter und Löhne bezeichnete der Niederlassungsleiter von Straßen NRW als »extrem wichtige Verbindung zur A2«. Als Ersatz für die kaputte Knickstraße werde für insgesamt 23 Millionen Euro eine »hochleistungsfähige Bundesstraße« gebaut. Bis zum Jahr 2020 werde hier ein Verkehrsaufkommen von 11000 Fahrzeugen pro Tag prognostiziert (Zählung im Jahr 2010: 3653 Fahrzeuge pro Tag).

Auf dem ersten Bauabschnitt rund um den neuen Kreisel und die neue Autobahnauffahrt müssten jetzt noch nur wenige Restarbeiten ausgeführt werden. In Exter seien einschließlich Kreisverkehr, Regenrückhaltebecken und Mitfahrerparkplatz insgesamt 70 000 Kubikmeter Boden bewegt worden – eine Menge, die auf 850 000 Schubkarren passe. Als absolut außergewöhnlich bezeichnete Andreas Meyer den Umstand, dass es bei diesem Straßenbauprojekt keine Klagen gegeben habe. »Am Freitag der nächsten Woche sollen hier die Autos fahren«, kündigte er an.

Der zweite Bauabschnitt soll im Frühjahr nächsten Jahres starten. Zusätzlich zur 4,5 Kilometer langen Trasse werden Lärmschutzwände, Regenrückhaltebecken sowie auf dem Wittel eine Kreuzung und ein großer Kreisel gebaut. Zur Zeit werden im Bereich des »Ratio-Kreisels« Versorgungsleitungen umgelegt, unter anderem eine Ferngasleitung (diese Zeitung berichtete). Nach aktuellem Stand sind drei Unterbauabschnitte vorgesehen, die Bauzeit beträgt insgesamt zwei bis zweieinhalb Jahre. »Innerhalb dieses Fensters soll auch die A30 fertig sein«, sagte Meyer. Mit dem Bau der Löhner Sudbachtalbrücke wird noch im Sommer 2017 begonnen. Der Bau dauert eineinhalb Jahre (diese Zeitung berichtete).

 

Westfalen-Blatt, 18.08.2016

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