Frauen haben sich gut eingelebt

von Katharina Brand-Parteck

SPD-Ortsverein fragt: Wie geht es den Flüchtlingen in Oetinghausen?

Ursula Hüttenberger (Deutschlehrerin), Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister), Nicola Bareis (Arbeitskreis Integration), Christian Dahm (MdL), Ulrike Schröder (Deutschlehrerin), Hussien Khedr (Vorsitzender des Integrationsrates) und Gaby Arndt (Vorsitzende OV)

Wie geht es den Flüchtlingen in Oetinghausen und wie leben sie hier? Der SPD-Ortsverein hatte zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die AWO-Begegnungsstätte eingeladen. Viele Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, um sich von Politikern und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern informieren zu lassen. Gaby Arndt (Vorsitzende des Ortsvereins) begrüßte als Referenten bzw. Diskussionsteilnehmer Nicola Bareis (Arbeitskreis Integration), Christian Dahm (MdL), Ursula Hüttenberger (Deutschlehrerin), Hussien Khedr (Vorsitzender des Integrationsrates), Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister) und Ulrike Schröder (Deutschlehrerin).

Der SPD-Landtagsabgeordnete Christian Dahm informierte zunächst über Flucht- und Vertreibungsgründe und die Maßnahmen der Landesregierung NRW zur Erfassung und Unterbringung der Flüchtlinge sowie verpflichtende Integrationskurse für Menschen mit Bleiberechtsstatus. In der Gemeinde Hiddenhausen leben 320 Flüchtlinge (Stand 30.6.2016), davon 53 im Ortsteil Oetinghausen. "Wir haben uns bewusst für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge entschieden", so Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer.

Hussien Khedr (Vorsitzender des Hiddenhauser Integrationsrates) berichtete, auch aus eigener Erfahrung, über die notwendigen Maßnahmen zur Integration der Flüchtlinge. "Das Erlernen der deutschen Sprache ist für Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Integration unbedingte Voraussetzung", so Khedr. Von Zuhörern wurde bemängelt, dass die bürokratischen Hürden zur Erlangung einer Praktikums- bzw. Arbeitsstelle oder einer Tätigkeit für das Gemeinwohl derzeit noch zu hoch seien.

Die ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen berichteten ebenfalls über ihre Erfahrungen. Nicola Bareis und weitere Frauen aus der Gemeinde bemühen sich insbesondere um Flüchtlingsfrauen. Die Frauen werden bei Arztterminen begleitet und es werden z.B. Schwimm- und Nähkurse angeboten. In einer Fahrradwerkstatt reparieren Flüchtlinge unter Anleitung ehrenamtlicher Helfer ältere oder defekte Fahrräder, wodurch ihre eigene Mobilität vor Ort erhöht wird. Zusammen mit weiteren Ehrenamtlern bieten Ursula Hüttenberger und Ulrike Schröder in der Olof-Palme-Gesamtschule Deutschunterricht für Flüchtlinge an. Sie berichteten über die Schwierigkeiten der Flüchtlinge beim Einstieg in die deutsche Sprache, insbesondere für Analphabeten. Gleichzeitig wurden die z.T. erstaunlichen Fortschritte beim Spracherwerb gelobt.

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