Glückwünsche von der Ministerin

von Gaby Arndt

DRK-Familienzentrum Kita Ottelau besteht seit 20 Jahren – Christina Kampmann lobt die Einrichtung

(c) Gaby Arndt

Von Moritz Winde

Herford(HK). Das DRK-Familienzentrum Kita Ottelau feiert 20. Geburtstag – und NRW-Familienministerin Christina Kampmann (35) feiert mit. Gestern hat die SPD-Politikerin einen Abstecher nach Herford gemacht.

Zum Lied der Raupe Nimmersatt begrüßten die 80 Kita-Kinder den prominenten Besuch aus Düsseldorf. Anschließend gab es eine Kiste mit allerlei Leckereien aus dem eigenen Garten. Honig, Öl, Marmelade – und dazu ein selbst gestaltetes Rezeptbuch. »Das ist ja mal ein ganz besonderes Geschenk. Normalerweise gibt es nämlich immer eine Flasche Wein oder einen Strauß Blumen. Und das Beste: Ich muss nicht mehr einkaufen. Dazu komme ich leider sehr selten«, verriet die gebürtige Gütersloherin, die an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Bielefeld studierte.

Beeindruckt zeigte sich Christina Kampmann vom Rundgang. Bei all der Theorie sei sie froh, sich ein Bild vor Ort machen zu können. Sie begrüßte den quartiersübergreifenden Herforder Ansatz. Kitas dürften kein isolierter Raum sein. Die Ministerin, erst sieben Monate im Amt, versprach, dass noch in diesem Jahr 100 neue Familienzentren in Nordrhein-Westfalen eröffnet werden sollen. »Angesichts der vielen Flüchtlinge ist die Einbindung der Eltern von Anfang an enorm wichtig.«

DRK-Geschäftsführer Ralf Hoffmann erinnerte an die schweren Anfangszeiten des Projektes. »Viele hatte Vorbehalte. Die Stadt wollte damals alles abreißen, so heruntergekommen war das Gebäude. Es sollten Bauplätze entstehen. Gut, dass das nicht so gekommen ist.« Daran habe sein Vorgänger, Egon Kelch, großen Anteil. Statt Abriss hieß es Aufbau. Heute leben in der Ottelau 20 Senioren.

Immer wieder beschwor Ralf Hoffmann die Vernetzung von Jung und Alt. Er schloss seine Geburtstagsrede mit einem afrikanischen Sprichwort: »Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.« In der Ottelau wird dieser Gedanke gelebt – und das seit mittlerweile 20 Jahren.

 

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