Grünkohlessen beim SPD-Stadtverband Vlotho

von Katharina Brand-Parteck

Dickes Dankeschön für Gerd Müller und Angelika Wilkiewicz

Foto: Bürgermeister Rocco Wilken, Gerd Müller, Angelika Wilkewicz, Stefan Schwartze, Jörg Begemann, Christian Dahm (v.l.n.r.)

Das Grünkohlessen im Bonneberger Hof ist bei den Mitgliedern des SPD-Stadtverbands Vlotho beliebte Tradition. Gerne wird bei dieser Gelegenheit, zu der sich auch in diesem Jahr wieder rund 40 Sozialdemokraten eingefunden hatten, Rückschau auf das vergangene Jahr gehalten und der politische Blick in die Zukunft gerichtet.

Bürgermeister Rocco Wilken nutzte die Gelegenheit, Danke für die Unterstützung in 2016 zu sagen. Für das neue Jahr sei einiges in der Pipeline, er habe gerade mit dem Landtagsabgeordneten Christian Dam über die zukünftige Bebauung des Bahnhofsgeländes gesprochen. Es gebe derzeit zwei ernsthafte Interessenten, die dort investieren möchten, mit einer Entscheidung könne vermutlich im März gerechnet werden.

Auch die touristische Weiterentwicklung der Weserstadt habe mit großer Unterstützung der Vlotho-Marketing Fahrt aufgenommen, so der Bürgermeister. Es gelte, sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern weiter das Bewusstsein für ein schönes Lebensumfeld zu stärken.

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze dankte Gerd Müller, der nach Jahrzehnten als Sozialbetreuer in Uffeln sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Es sei fast nicht vorstellbar, Müller nach vielen Jahrzehnten erstmals ohne ein öffentliches Amt anzutreffen. Er habe an den unterschiedlichsten Stellen in seinem Ortsteil Uffeln, in der Stadt Vlotho und im Kreis Herford gewirkt. Das verdiene große Hochachtung.

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen in diesem Jahr verwies Schwartze auf die zu erwartenden grundlegenden Debatten. Die alles entscheidende Frage sei, wie die Menschen in diesem Land zukünftig zusammenleben wollten. Für ihn gebe es viel zu verteidigen aber auch viel zusammenzuführen. Wichtig sei, mit „geradem Rücken“ in die Auseinandersetzung zu gehen: „Die SPD-Kernkompetenz ist die soziale Gerechtigkeit. Da trauen uns die Menschen zu recht am meisten zu“.

Es habe selten eine so gute Abstimmung zwischen ihm und dem Kreis Herford sowie den Städten und Gemeinden gegeben, wie in den vergangenen Monaten, so der Landtagsabgeordnete Christian Dahm. Es vergehe keine Woche ohne ausführliche Telefonate mit dem Landrat und den Bürgermeistern. Das sei gut und wichtig angesichts der naturgemäß engen Verbindung zwischen Land und Kommunen. Wie intensiv das Land seine Städte und Gemeinden fördere, werde in Vlotho besonders an der Innenstadtentwicklung sichtbar.

Dahm berichtete außerdem, dass das Land NRW 2016 erstmals seit 1973 wieder ohne neue Schulden ausgekommen sei. Diese Entwicklung sei richtungsweisend, man müsse weiterhin sparsam sein, ohne allerdings das Land kaputt zu sparen. Er kündigte für die Jahre 2017 bis 2020 umfangreiche Investitionen in Bildung an. Es sollen zwei Mrd. Euro in Schulen investiert werden.

Bevor der lecker dampfende Grünkohl serviert wurde nutzte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jörg Begemann die Gelegenheit, Angelika Wilkiewicz als langjährige Kassiererin der Vlothoer SPD zu verabschieden. In dem „Flachgeschenk“, das er ihr als Dankeschön überreichte, befand sich allerdings nichts Bares, sondern ein Buchgutschein.

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