Mehr Arbeit für „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“

von Katharina Brand-Parteck

Besondere Herausforderungen durch Zulauf rechter Parteien

Die Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus hat derzeit viel Arbeit und steht vor einigen Herausforderungen. Nachdem Populisten und rechte Parteien an Zulauf gewinnen, gilt es für Demokratie einzustehen. Christian Dahm hat Karsten Wilke und sein Team am neuen Standort in Herford besucht.
Die Mobile Beratung hat einen neuen Träger und befindet sich jetzt unter dem Dach von „Arbeit und Leben.“ Das Projekt wird vom Land NRW gefördert und finanziert. Dahm wollte sich ein Bild davon machen, wie das Team an neuer Wirkungsstätte angekommen ist und wo er noch helfen kann.
Seit seinem letzten Besuch haben sich vor allem die Themen geändert. Mittlerweile be- stimmten rechte Parteien, Reichsbürger und Übergriffe auf Flüchtlinge die Arbeit der Beratungsstelle. Beim letzten Treffen des Abgeordneten mit den Mitarbeitern hat es beispiels- weise die AfD noch gar nicht gegeben. „Die Arbeit verändert sich laufend und hängt davon ab, was gerade gesellschaftlich passiert“, erklärt Mitarbeiter Stephan Burau.
Da hilft auch die zusätzliche Förderung des Landes NRW, die es der mobilen Beratung erlaubt sich jetzt auch um Prävention zu kümmern. Außerdem werden Schulungen angeboten, die sich damit beschäftigen wie man diskriminierenden Äußerungen und rechten Meinungen entgegentritt. Vor allem kümmere sich die Beratungsstelle aber um die Demokratiestärkung.
Nichtsdestotrotz sei die die Mobile Beratung immer noch „nur“ ein Projekt, erklärt Karsten Wilke. „Wir müssen auf die Ressourcen achten.“ 200.000 Euro seien für 4 halbe Stellen vorhanden. Da sei noch Luft nach oben, wünschen sich die Mitarbeiter.
Friedel Böhse, als Vorstandsvorsitzender des Trägers „Arbeit und Leben“ ist froh, dass er die Mobile Beratungsstelle für den Verein gewinnen konnte. „Das Thema ist einfach zu wichtig. Die Förderung durch Bund und Land ist die Basis für die Finanzierung der Beratungsstrukturen.“
Christian Dahm lobt die gute und erfolgreiche Arbeit der Beratung. „Durch neue gesellschaftliche Anforderungen entstehen große Herausforderungen. Das Land trägt dem Rechnung und fördert die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus.“
Nach fast einem Jahrzehnt als Projekt, möchte er sich nun auch dafür einsetzen, dass die Einrichtung dauerhaft erhalten bleibt und die Stellen somit entfristet werden.

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