Politisches Frühstück der SPD Arbeitsgemeinschaft 60 plus bei Düsediekerbäumer

von Gaby Arndt

Ein Landrat mit Freude am Gestalten und ein Landtagsabgeordneter mit neuer Verantwortung

(c) Gaby Arndt

Hiddenhausen. Helmut Ebeling, Vorsitzender der SPD-AG 60plus im Kreis Herford hatte zu einem politischen Frühstück in das Gartencafé Düsediekerbäumer in Hiddenhausen-Oetinghausen eingeladen. Landrat Jürgen Müller und der Landtagsabgeordnete Christian Dahm berichteten über das politische Geschehen in Kreis und Land.

Ein reichhaltiges Frühstück genossen die Mitglieder der AG 60 plus bevor Helmut Ebeling seine Gäste mit den Worten ankündigte: „158 Tage Landrat, wie fühlt sich das an?“ und „Ein herzliches Willkommen unserem neuen kommunalpolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion!“

Müller nahm diesen Faden gern auf, „158 Tage, die mir viel Spaß gemacht haben. Das ist auch ein Ergebnis des tollen Wahlkampfes, den ihr alle so tatkräftig unterstützt habt. Auch das gemeinsame Erleben hat Spaß gemacht!“

Die Thematik der Kriegsflüchtlinge war beiden Gästen ein wichtiges Anliegen. „Wir dürfen keine Angst vor den Menschen haben, die Zuflucht bei uns suchen. Der deutliche Rückgang unserer Bevölkerung macht einen Zuzug für uns wichtig!“, so Müller. Zur Unterstützung der Ehrenamtlichen werden zusätzlich 1,5 Stellen beim Kreis Herford geschaffen, damit Integration gelingen kann. Denn das ist Voraussetzung für ein Zusammenleben, so die Meinung von Müller und Dahm.

Die Suche nach geeigneten Wohnraum für ankommende und bereits hier lebende Flüchtlinge erscheint hier, wie auch anderswo eine zentrale Aufgabe zu sein. „Bitte hört euch um, wo noch Wohnraum zur Verfügung steht, und gebt diese Information an den Kreis Herford weiter“, appellierte Müller.

Christian Dahm lobte die vorbildliche Arbeit im Kreis Herford bei der Aufnahme von Flüchtlingen. „Nicht zuletzt der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die unermüdlich um das Wohl der Flüchtlinge bemüht sind.“

Das Land NRW wird noch in diesem Jahr vier Milliarden Euro zur Bewältigung der Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung stellen. „Dabei kommt es zu keinerlei Kürzungen in anderen Politikbereichen“, stellt Christian Dahm klar.

„Sechs Millionen Euro Landesmittel stellen wir für die Medizinerausbildung in der Region zur Verfügung“, so Dahm. Ab 1. Oktober diesen Jahres werden die ersten jungen Studenten ihre fachpraktische Ausbildung am Klinikum in Herford und Minden-Lübbecke beginnen.

Durch die zukünftige Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und dem Kreis Minden-Lübbecke erhofft sich der Landrat einen zusätzlichen Effekt auf die hausärztliche Versorgung. „Das Klinikum wird zu dem in Kooperation mit Hausärzten im Kreis Herford vier Ärzte zu Allgemeinmedizinern (Hausärzten) weiterbilden. Die dafür notwendigen Stellen hat der Verwaltungsrat des Klinikums im Januar beschlossen.“, berichtete der Landrat.

„Wir brauchen Raum für Wirtschaft und im Gegenzug natürlich auch für den Naturschutz. Wo entwickelt sich unser Kreis hin? Überall etwas Flächen und dann wieder Häuser. All dieses wollen wir in eine Karte für jede Stadt und Gemeinde zusammenführen, damit wir einen Überblick der freien Flächen und Naturschutzgebiete haben. Welches Gewerbe wollen wir in unserem Kreis ansiedeln? Welche Rahmenbedingungen haben oder brauchen wir?“ Wichtige Fragen, erklärte Müller, um eine Karte für potenzielle Firmen zu erstellen. Ein runder Tisch mit den Bürgermeistern der Region hat sich dazu bereits zusammengesetzt. Das Ergebnis der einzelnen Städte und Gemeinden wird in einer nächsten Sitzung vorgestellt und dann zu einem Wegweiser für interessierte Firmen zusammengestellt.

Nordrhein-Westfalen investiert in diesem Jahr 115 Millionen Euro in den Erhalt und Neubau von Landesstraßen, ein Teil fließt davon in den Kreis Herford, beispielhaft hierfür stehen der Radweg in Dreyen, sowie die Hansabrücke in Rödinghausen. In Kürze beginnen endlich die Baumaßnahmen der B611, der Verbindung Löhne-Vlotho. „Sicherlich auch ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur und der Ansiedlung neuer Betriebe“, bemerkte Christian Dahm.

Neue Firmen, ein wichtiges Thema auch für den Ausbildungsmarkt. Hier soll mehr Aufklärung für junge Menschen in Zusammenarbeit mit Schule, Universitäten und Arbeitgebern stattfinden. „Damit neue Perspektiven oder auch Sichtweisen hin zu einer Berufsfindung geschaffen werden können“, so Müller.

„Wie ihr seht, ist vieles in Bewegung“, freute sich Christian Dahm. „Mein neuer Job als kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion verschafft mir nicht nur viele Termine, sondern auch viel Einsicht in die Entwicklung der NRW Kommunen.“ Erkenntnisse, die er gern mit dem Landrat für die Fortentwicklung des Kreises erörtert.

 „Einen ganzheitlichen Ansatz für den Kreis Herford zu entwickeln, den Fokus auf ein Zusammenspiel vieler Komponenten zu richten, das konnten wir heute hören und spüren“, fasste Helmut Ebeling abschließend für seine Mitglieder der AG 60plus zusammen.

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