Radweg: Lücke in Eickum soll geschlossen werden

von Katharina Brand-Parteck

SPD-Abgeordnete erhalten während ihrer Sommertour viele Arbeitsaufträge

 

Herford (HK). Drei Tage lang reisen die SPD-Landtagsabgeordneten Angela Lück, Christian Dahm und der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze sowie Landrats-Kandidat Jürgen Müller durch den Kreis. Traditionell erkunden die drei Abgeordneten während ihrer Sommertour das Herforder Land. Dieses Mal startete die kleine Abordnung jedoch mit dem Rad. »So konsequent haben wir das Radfahren bisher noch nie durchgezogen«, sagt Schwartze.

Und das Thema Radfahren wurde gestern in Herford großgeschrieben. Denn einen ersten Zwischenstopp legte der Tross aus etwa 20 Teilnehmern an der Laarer Straße auf Höhe des Jägerkruges ein. Dort werden derzeit Verhandlungen für einen Radwegausbau geführt.

Ursprünglich sahen die Planungen eine Bau noch in diesem Jahr vor. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte die Maßnahme jedoch auf 2016 verschoben, die Grunderwerbsverhandlungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Weniger kompliziert scheint stattdessen die Lage an der Diebrocker Straße – der nächsten Etappe der Sozialdemokraten – zu sein. Für einen Lückenschluss zwischen den Straßen Im Esch und Im Ortfelde hat die SPD einen Antrag für einen Bürgerradweg beim Bürgermeister eingereicht. »Der Radweg dient dem Ziel einer sicheren Verbindung für Fußgänger und Radfahrer aus dem Bereich Nieder-Eickum mit dem Siedlungsgebiet Ober-Eickum«, erklärte Horst-Walter Laege, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Herford West. Er hatte sich ebenfalls auf sein Rad gesetzt und war mit den Abgeordneten die etwa 700 Meter lange Strecke an der Landesstraße abgefahren. »Ein derzeit abgeschnittener Ortsteil würde so an die Versorgung angeschlossen«, sagte Laege. Eine gemeinsame Begehung mit einem Vertreter von Straßen NRW habe bereits stattgefunden, informierte Laege weiter.

Dabei kam der Betrieb zu dem Ergebnis, »dass neben der offenen Straßenentwässerung auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen Raum für die Anlage eines Geh- und Radweges zur Verfügung steht«. »Und auch der Grundstückseigentümer hat bereits signalisiert, dass er zum Verkauf bereit wäre«, wusste Laege zu berichten.

Beim »Bürgerradwegeprogramm« handele es sich jedoch um ein Sonderprogramm des Landes NRW, dessen Fortbestand nicht gewährleistet werden könne. Eine verbindliche Zusage hinsichtlich einer finanziellen Beteiligung durch das Land könne deshalb nicht gegeben werden.

»Während der Tour bekommen wir immer einen Haufen Arbeitsaufträge mit auf den Weg«, sagte Christian Dahm schmunzelnd und versprach, sich für die Belange in Eickum einzusetzen. »Wir drei werden das Thema Radweg auf jeden Fall mitnehmen.«

 

Westfalen-Blatt Herford, 29.07.15

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