Sich einmal wie ein richtiger Abgeordneter fühlen

von Charlotte Bents

Drei Jugendliche vertreten den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen beim Jugend-Landtag in Düsseldorf

Kreis Herford: Ein Wochenende lang war der nordrhein-westfälische Landtag fest in jugendlicher Hand. Insgesamt 237 Jugendliche aus ganz NRW nahmen beim diesjährigen Jugend-Landtag die Plätze der Landtagsabgeordneten aus ihren Wahlkreisen ein und führten deren Aufgaben aus. Die Nachwuchs-Politiker debattierten unter anderem über ein bedingungsloses Grundeinkommen, die Ermöglichung eines gesellschaftlichen Abiturs und die Einführung eines verpflichtenden Politikprojekts an Schulen.
Aus dem Kreis Herford und Bad Oeynhausen saßen mit Melissa Arweiler, Bernd Werner und Joshua Heper gleich drei Jugendliche im Parlament auf den Plätzen der Abgeordneten Angela Lück und Christian Dahm.

„Ich habe mich schon fast wie eine richtige Abgeordnete gefühlt“, sagte Melissa Arweiler aus Hiddenhausen, die für Christian Dahm nach Düsseldorf gefahren war. „Wir nahmen an Expertenanhörungen, Ausschuss- und Fraktionssitzungen teil und diskutierten zu aktuellen Themen.“ Dabei übernahm der Herforder Schüler Bernd Werner den Vorsitz des Ausschusses für Innovation, Forschung und Wissenschaft und konnte als Sprecher der SPD-Fraktion beim Thema gesellschaftswissenschaftliches Abitur mitdebattieren. „Es war eine tolle Erfahrung, eine Ausschusssitzung zu leiten und mit den anderen Teilnehmern zu debattieren.“ Auch der Bad Oeynhausener Joshua Heper konnte viele neue Erfahrungen mitnehmen. „Die drei Tag haben ausgereicht, um zu erfahren, wie intensiv und anstrengend der Alltag eines Politiker sein kann – aber auch wie spannend und vielfältig! Mir hat die Teilnahme am Jugend-Landtag vor allem gezeigt, wie viel Spaß ich an Politik habe.“

Höhepunkt des achten Jugend-Landtages war die Plenarsitzung, in der die Jugendlichen über die eingebrachten Anträge entschieden. „Wir führten hitzige und fachlich starke Debatten“, erzählt Bernd Werner. „Der Jugend-Landtag wird mir in Erinnerung bleiben wegen all der schönen Erfahrungen und den Menschen, die ich kennenlernen durfte.“ Melissa Arweiler zieht nach dem Jugend-Landtag ebenfalls eine positive Bilanz: „Mein Berufswunsch steht jetzt fest. Politisch aktiv möchte ich auch in Zukunft sein!“

Die „echten“ Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm freuen sich über die Rückmeldungen ihrer Kandidaten. „Wir haben uns in Düsseldorf gut vertreten gefühlt“, sagt Angela Lück. „Für uns als Abgeordnete ist es positiv zu sehen, mit wie viel Spaß, Interesse und auch Kompetenz die Jugendlichen an die politischen Themen und Diskussionen herantreten.“
Die Beschlüsse der Jugend-Landtagsabgeordneten werden den Abgeordneten des realen Parlaments zur Kenntnis gegeben.

 

 

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