„Wegweiser“ schützt in Bielefeld und Herford vor gewaltbereiten Salafisten

von Katharina Brand-Parteck

Prävention ist der beste Schutz vor dem Terror von morgen

Nicht aussteigen, sondern gar nicht erst in die extremistische Salafisten-Szene reinrutschen: Das ist das Ziel des erfolgreichen NRW-Präventionsprogramms „Wegweiser“. Für die Region Bielefeld und Herford hat jetzt eine neue Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen mit Büros in beiden Städten. Träger ist die Arbeiterwohlfahrt. „Dafür habe ich mich eingesetzt, dass dieses Programm nach OWL und jetzt auch nach Herford kommt. Die hartnäckigen Gespräche mit dem NRW-Verfassungsschutz waren somit erfolgreich“, betont Christian Dahm. Der gewaltbereite Salafismus sei eine Bedrohung für unsere Gesellschaft sind sich Dahm und auch NRW- Innenminister Ralf Jäger einig. „Gerade Kinder und Jugendliche werden zum Ziel pseudoreligiöser “Prediger“. Dagegen wappnen wir uns. Prävention ist der beste Schutz vor dem Terror von morgen.“

Landrat Jürgen Müller sagte: „Wegweiser läuft bereits erfolgreich in anderen Städten. Durch Aufklärung und Beratung gelingt es, die Radikalisierung vor allem jüngerer Menschen zu verhindern. Dabei ist der gesamtgesellschaftliche Ansatz wichtig. Auch Angehörige, Freunde und Lehrer dürfen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine sein. Die Beratungsstellen sind ganzheitlich tätig und werden sich ganz sicherlich kreisweit zu einer wichtigen und nötigen Anlaufstelle entwickeln.“

Herfords Bürgermeister Tim Kähler dankte für die Kooperation zwischen den Städten und dem Land und sagte: „Ich bin froh, dass die Aktivitäten der Städte Bielefeld und Herford zusammen mit dem Land erfolgreich sind. Es ist gut, für die Herausforderungen in Herford eine passgenaue Antwort zu bekommen, die die bereits vorhandenen Angebote der Hansestadt sinnvoll ergänzt.“
Wegweiser gibt es bislang an 13 Standtorten in NRW. Ab diesem Jahr soll das Angebot auf bis zu 25 Standorte ausgebaut und durch mobile Teams ergänzt werden.

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