Pressemitteilung:
Christian Dahm löst Versprechen ein
Herford. Es ist noch nicht lange her, da spielte die Herforder SPD gegen die Herforder Werkstätten während des Sommerfestes Fußball. In der SPD Mannschaft kickte auch der Landtagsabgeordnete Christian Dahm und versprach zuvor: „Wenn ihr gewinnt, dann lade ich euch nach Düsseldorf in den Landtag ein.“ Und so sollte es dann kommen, 3:2 gewann die Mannschaft der Herforder Werkstätten.Am Freitag vor dem 3. Advent begaben sich dann die Sportler auf die Reise nach Düsseldorf und besuchten ihren Abgeordneten im Landesparlament.
Frau Birn vom Besucherdienst begrüßte die Gäste herzlich und lud sie zu einem Rundgang durch das Landtagsgebäude ein. Sie gingen in die Bibliothek, warfen einen Blick in den Fitnessraum, der sowohl den Mitarbeitern als auch den Abgeordneten zur Verfügung steht, nahmen auf der Tribüne im Plenum Platz und verfolgten interessiert die Plenardebatte im Landtag.
Anschließend bekam die Gruppe vor den Türen des Plenarsaals eine Erläuterung, warum über den drei Türen ein „Ja“, ein „Enthaltung“ und ein „Nein“ steht. „Sie haben ja gerade die Abgeordneten gesehen, die in der Mitte des Saals etwas erhöht sitzen, das ist der Präsident des Landtags mit seinen Assistenten. Gibt es bei einer Abstimmung keine einstimmige Meinung über die Anzahl der Stimmen für ein Ja, Nein, oder Enthaltung kommt es zu einem ‚Hammelsprung‘. Alle Abgeordneten müssen dann den Plenarsaal verlassen, werden einzeln namentlich aufgerufen und gehen dann entweder durch die Ja-, Nein- oder Enthaltungstür.“
Weiter ging es in einen Fraktionsraum, wo der Besucherdienst die Arbeit einer Fraktion anhand einer Fußballmannschaft erklärte. Es wurden Rollen verteilt und jeder der geistig behinderten Spieler erhielt ein Ministerium und konnte sehr gut darstellen was beispielsweise in einem Schul- oder Umweltministerium erarbeitet wird.
Zum Abschluss trafen sie auf den Landtagsabgeordneten Christian Dahm in einer der Sitzungssäle. Die Beschäftigten, die in Begleitung ihrer Trainer Ralf Passage und Ingo Arndt nach Düsseldorf gekommen waren, hörten den Worten des Abgeordneten gebannt zu, als er ihnen von seiner Arbeit berichtete, und seine Anreise nach Düsseldorf schilderte: „Morgens fahre ich mit dem 7.00 Uhr Zug nach Düsseldorf, vom Hauptbahnhof geht es dann mit der S-Bahn in Richtung Landtag und um 10.00 Uhr beginnen die ersten Sitzungen.“ Auf die Frage eines Beschäftigten, ob Herr Dahm weiß an welche Personen er sich wenden kann, um seine finanzielle Situation erklärt zu bekommen antwortete er: „Es gibt Sozialvereine, die sich mit der Beratung von Menschen mit Behinderungen beschäftigen und auch die Bürgerbüros der Städte und Gemeinden sollten eine Beratung durchführen können.“ weiter bemerkte er, „ich weiß, dass auf dem Gebiet der Inklusion noch vieles getan werden muss, und wir hier in Nordrhein-Westfalen arbeiten bereits mit ganz vielen Einrichtungen zusammen, um hier mehr Akzeptanz und Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen in den nächsten Jahren zu erreichen und auch gesetzlich festzulegen.“
Die Gruppe verabschiedete sich von Christian Dahm und freute sich schon auf das Spiel im nächsten Jahr, dass sie natürlich wieder gewinnen wollen.
Nach Kaffee und Kuchen in der Landtagskantine machte die kleine Gruppe noch einen Abstecher in die Altstadt, um dann das letzte Highlight an diesem Tag in Angriff zu nehmen, den Besuch des Eishockeyspiels, DEG METRO Stars gegen EHC München, im ISS-Dome in Düsseldorf, das die DEG in der Verlängerung ebenfalls mit 3:2 gewann.









