Pressespiegel:
Christian Dahm will Petitionsausschuss einschalten
Exteraner wollen nicht länger warten

Auch im Winter sind Radfahrer an der Detmolder Straße unterwegs. Davon konnten sich die Anwohner beim Ortstermin überzeugen.

(Text und Fotos)
Vlotho-Exter (VZ). Die nur 600 Meter lange Lücke im Geh- und Radweg zwischen Hagemühle und der ehemaligen Möbelfabrik Dico wird auch im Jahr 2010 noch nicht geschlossen: Mit dieser in der Februar-Ratssitzung übermittelten Aussage des Landesbetriebs Straßen NRW wollen sich die Anwohner nicht zufrieden geben. Sie kündigen Protest an.
»Wir fühlen uns auf den Arm genommen. Seit Jahren werden wir Monat für Monat vertröstet.« Mit diesen Worten brachte SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Dahm am Dienstagabend den Unmut bei einem Ortstermin auf den Punkt. Er sei es Leid, in dieser Angelegenheit noch weiterhin mit dem zuständigen Landesbetrieb zu sprechen. Nun sei es an der Zeit, die Vorsitzende des Petitionsausschusses nach Exter einzuladen. Die Behauptung, dass kein Geld zur Verfügung stehe, könne man nicht nachvollziehen, sagte Dahm. Schließlich habe Straßen NRW noch vor einem Jahr erklärt, dass die Finanzierung gesichert sei.
Zusagen für den Lückenschluss habe es bereits für die Jahre 2007, 2008 und 2009 gegeben, rief Ortsvorsteher und GLV-Fraktionsvorsitzender August-Wilhelm König in Erinnerung. Die Stadt sei in Vorleistung getreten, auch der Grunderwerb sei inzwischen geklärt. König: »Wir haben immer gedacht: Nächstes Jahr geht es los. Aber jetzt reicht es uns.«
Der fehlende Streckenabschnitt hat, anders als der folgende Abschnitt Richtung Salzuflen, nicht nur eine touristische Bedeutung: Das machten verschiedene Anlieger bei dem Ortstermin deutlich. Der Weg sei vor allem für die Sicherheit der Schulkinder und der nicht motorisierten Berufstätigen von großer Bedeutung. Anwohner Reinhard Sasse stellte fest: »Wir können unsere Kinder hier nicht auf die Straße lassen. Dieser Schulweg ist lebensgefährlich.«
Gemeinsam mit anderen Anwohnern und mit Kommunalpolitikern möchte er nun Unterschriften sammeln und möglichst viele Exteraner zum Protest gegen den Landesbetrieb Straßen mobilisieren. Reinhard Sasse kündigte an: »Dieser Ortstermin ist heute erst nur der Anfang. Es werden noch weitere Aktionen folgen.«
Vlothoer Anzeiger Artikel vom 11.03.2010








