Pressespiegel:
Weiterbildung soll gesteigert werden
Träger diskutieren mit Landtagskandidaten des Kreises Herford über die kommenden Jahre
Von Reinhard Kehmeier(Text und Foto)
Vlotho (VZ) Vlothoer Bildungseinrichtungen haben die Landtagskandidaten der Region an einen Tisch gebracht, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen und Unterstützung einzufordern.
Das AKE-Bildungswerk in Vlotho und die Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung in Nordrhein Westfalen (LAAW) mit ihrem Sprecher Friedhelm Jostmeier hatten an der Südstraße die Landtagskandidaten aus dem Kreis Herford zu einem Gespräch mit den Vlothoer Bildungseinrichtungen und der Volkshochschule im Kreis Herford eingeladen. Das AKE-Bildungswerk ist eine Einrichtung der politischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und Mitglieder LAAW. Dieser Dachverband vertritt 45 Einrichtungen der außerschulischen Weiterbildung.
Die Stätte der Begegnung als freier Träger hält seit 60 Jahren heute mit elf Mitarbeitern Seminare für politische Bildung mit Schulen ab. Das Gesamteuropäische Studienwerk wird vom Bund unterstützt.
Nach dem Krieg wurde in Vlotho eine neue Bildungseinrichtung als erste Bildungsstätte des Landschaftsverbandes eingerichtet. Die Erwachsenenbildung wandelte sich zunehmend zur Jugendarbeit. 2003 sollte bereits der Zuschuss halbiert werden.
»Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat den Jugendhof wiederentdeckt. Er beschäftigt acht pädagogische Mitarbeiter und 27 Beschäftigte. 14000 Teilnehmertage bei 7000 Gästen waren im vergangenen Jahr zu verzeichnen«, berichtete Heidi Kaiser vom Jugendhof LWL.
Mit sieben pädagogischen Mitarbeitern und drei Projektstellen ist das AKE-Bildungswerk gegenwärtig tätig. Gewaltfreies interkulturelles Lernen steht auf dem Programm der Weiterbildungseinrichtung. Es wird zu 80 Prozent von Land und Bund sowie zu zehn Prozent vom Teilnehmerkreis getragen. 160 Veranstaltungen mit 2000 Teilnehmern waren zu verzeichnen. Die größte Teilnehmergruppe entstammte der Altersklasse der 16- bis 17-Jährigen.
Seitens der Volkshochschule wurde festgestellt, dass sich Weiterbildung für alle nicht mehr finanzieren lasse. Für eine Planbarkeit und verlässliche Ausstattungen sprach sich Landratskandidat Christian Dahm aus. Die Politiker plädierten dafür, die Finanzierung von Doppelstrukturen zu finanzieren.
Was kann das Land zur politischen Bildung in der Schule beitragen, lautete die Frage aus dem Besucherkreis. Harald Mewes kritisierte die »unseelige Zehn-Personen-Regelung«, so dass ein Kursus mit neun Teilnehmern nicht zustande komme. Die Zahl der geforderten Schulabschlüsse habe um 80 Prozent abgenommen. »Wichtig ist, überhaupt Abschlüsse zu erzielen«, so Dahm. Die Weiterbildung soll nach Wünschen der Einlader gesteigert werden, und zwar von 46 bis 50 Prozent im Jahr 2013. Vlotho sei ein gutes Beispiel für den Erfolg.
Vlothoer Zeitung Artikel vom 01.04.2010








