Pressespiegel:
Ortsdurchfahrt soll erst 2012 fertig werden
Lippinghausen und Sundern betroffen - Christian Dahm will helfen

Alexander Graf, Ulrich Rolfsmeyer und Christian Dahm (von links) schauen sich die Baupläne für die Ortsdurchfahrt Lippinghausen an. Foto: Kathrin Brinkmann

Hiddenhausen (HK). Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Lippinghausen soll auf das Jahr 2012 verschoben werden. Diese Nachricht aus einem Schreiben des Landesbetriebes Straßen NRW hat Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer am Freitag bekannt gegeben.
Als Grund für die Verschiebung nennt der Landesbetrieb eine fehlende Baureife, die sich darin begründe, dass die Gemeinde Hiddenhausen für den Ausbau eine Fläche von 150 Quadratmetern von vier Grundstückseigentümern kaufen muss. Da dieser Kauf noch nicht getätigt ist, müsse die Baumaßnahme um ein Jahr verschoben werden. »Das wäre vor allem deshalb ärgerlich, weil sich dann auch die dringend notwenige Sanierung der Bünder Straße in Sundern um ein Jahr verschieben würde«, sagte Rolfsmeyer. Sie würde dann frühestens 2014 erfolgen.
Der Landtagsabgeordenete Christian Dahm (SPD), der am Freitag zu seinem Amtsantrittsbesuch in Hiddenhausen war, versprach, noch einmal mit Minister Harry Voigtsberger vom Bauministerium NRW zu sprechen, um über einen früheren Baubeginn zu verhandeln. »Es handelt sich ja immerhin nur um eine Fläche von 150 Quadratmetern und alle Eigentümer haben Entgegenkommen signalisiert«, sagte Dahm. »Anders sähe die Lage aus, wenn wir über mehrere Häuserzeilen reden würden.«
Ulrich Rolfsmeyer betonte, dass der Ausbau der Eilshauser Ortsdurchfahrt gezeigt habe, dass eine Ausschreibung der Arbeiten unbedingt im Dezember und der Baubeginn unbedingt im April erfolgen müsse. Andernfalls könnten die Arbeiten vor dem Winter nicht abgeschlossen werden. »Sollten diese Termine nicht einzuhalten sein, wären wir einverstanden, den Umbau auf das Jahr 2012 zu verschieben. Genauigkeit geht vor Schnelligkeit«, sagte er. In einem solchen Fall müsse jedoch eine Finanzierung für das Jahr 2012 verlässlich gesichert sein.
Insgesamt hat die Maßnahme ein Ausschreibungsvolumen von 2,5 Millionen Euro. Die Gemeinde zahlt die Sanierung der Gehwege und Grünanlagen (600 000 Euro) sowie des Kanals (800 000 Euro). Die Kosten für die Sanierung der Straße trägt der Landesstraßenbau.
Auch die Verkehrsproblematik an der B 239 in Schweicheln wurde bei Christian Dahms Besuch thematisiert. Die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung von Straßen NRW sollen voraussichtlich im Spätherbst vorliegen. Ulrich Rolfsmeyer sagte noch einmal, dass die Gemeinde die Variante eines Tunnels unter dem Schweichelner Wald bevorzuge. »Das ist die beste Variante für die Menschen, aber leider auch die teuerste«, sagte er. Der Bürgermeister und Christian Dahm betonten, dass es wichtig sei, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. »Wenn wir eine Lösung haben, die beide favorisieren, wird es uns gelingen, schneller zu einer Lösung zu kommen und somit Kosten zu sparen«, so Rolfsmeyer.
Weitere Themen waren am Freitag die Bildungspolitik (Christian Dahm rechnet mit einer Abschaffung der Studiengebühren zum Wintersemester 2012) sowie die Gründung eines neuen Kommunalrats. In der so genannten kommunalen Kammer sollen Vertreter der Kommunen künftig ihre Interessen in den Blick rücken können. In ihr sollen Vertreter von Verbänden, haupt- und ehrenamtliche Träger sowie Abgeordnete vertreten sein.
Herforder Kreisblatt vom 14.08.2010








