Pressespiegel:

  • Vlotho, 29. Juli 2011

Hoffnung bei Hochwasser-Opfern

SPD-Abgeordnete wollen sich für Forellenbach-Anlieger einsetzen

Corinna und Gerd Morczinietz (links und 2. von rechts) erläutern Ulrich Sturhahn, Christian Dahm, Stefan Schwartze und Jörg Begemann (von links) Probleme am Forellenbach. Foto: R. Kehmeier
Von Reinhard Kehmeier
Vlotho-Valdorf (VZ). Anwohner der Herforder Straße hoffen weiter darauf, dass eine neue Uferbefestigung des Forellenbachs mit öffentlicher Hilfe möglich ist.

Sehen, wo Bürgern der Schuh drückt: Das war das Ziel der Abgeordneten Stefan Schwartze und Christian Dahm (SPD), die gestern bei ihrer Sommertour durch den Kreis Herford in ihrer Heimatstadt unterwegs waren. Carola und Gerd Morczinietz machten den Politikern klar, dass ihnen ohne Hilfe eine Neubefestigung der Betonmauern des Bachbetts nicht möglich sei. Bei Hochwasser drohen die Mauern den dann reißenden Fluss zu blockieren mit weiteren unabsehbaren Folgen.

Die Abgeordneten wollen bei Stadt und Kreis Sachstandsberichte erbitten und regen an, den Valdorfer Abschnitt in das Weser-Werre-Else-Renaturierungsprogramm aufzunehmen, wie bei Nachbarabschnitten geschehen. Es solle ein weiterer Ortstermin stattfinden. Dahm: »Verwaltungsgerangel um Kompetenzen ist nicht im Bürger-Interesse.« Notfalls müsse »das scharfe Schwert des Petitionsausschusses« bemüht werden, riet der Landtagsabgeordnete. Am Morgen besuchte die Gruppe den Handwerksbetrieb Döhr, Lange Straße. Mit dabei waren auch der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Sturhahn und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jörg Begemann. Der Installateurmeister klagt über Azubi-Mangel, weil es vielen Bewerbern an der Ausbildungsfähigkeit fehle. Die Politiker wollen Kontakte zu den Stadtwerken vermitteln, damit Vlothoer Handwerksbetriebe gemeinsam mit dem städtischen Betrieb ausbilden können.

Die Grundschule Uffeln kann wegen ihrer Integrationskinder möglicherweise mehr Zuschüsse und einen besseren Personalschlüssel erwarten, lautete ein weiteres Ergebnis der Tour. Jedoch fehle Geld für Putzfrauen, nachdem der Offene Ganztag mehr Stunden zur Säuberung der Räume verlange.
Zuviel Bürokratie beim Bildungsgutschein beklagte die Kita Breslauer Straße. Das Haus wird zurzeit saniert. Weil allein 17 Migranten-Kinder an einer Sprachförderung teilnehmen, gibt es Extra-Zuschüsse. Am Abend war die Delegation in Borlefzen unterwegs (weiterer Artikel folgt).

Vlothoer Zeitung vom 29.07.2011